Donnerstag, 26. November 2009

Manhattan

Wie man sieht habe ich es endlich geschafft. Gestern Nachmittag hab ich mich aufgemacht nach New York und Manhattan ein wenig unsicher gemacht. Dummerweise war das Wetter nicht ganz so wie der Wetterbericht noch am Tag zuvor gesagt hatte, sondern hat mich mit Sprühregen etwas überrascht, aber das hat dann seinen ganz eigenen Charme.
Ankunft war in der Grand Central Station, den Bahnhof, den ich jetzt schon ganz gut kenne. Bekannt aus vielen Filmszenen und sicher auch von Fotos mit seiner riesigen Wartehalle:




Entlang der 42nd Street zum Times Square und dort ein wenig auf und ab gelaufen:



 

Weiter in Richtung Norden auf der 7th Avenue, vorbei an der Carnegie Hall,

 

hinein in den Bereich in und um Central Park.

 

 

Mit einer faszinierenden Stimmung beim Spaziergang durch den Park mit Blick auf die Skyline im Abenddunkel.

 
 
 

Als Abendprogramm die Oper Il Trittico von Giaccomo Puccini in der Metropolitan Opera im Lincoln Center:



Nachts um zwöf dann noch einmal gemütlich mit der Kamera bewaffnet zurück auf dem Broadway zum Times Square:


 

 

 

Nur um am Schluss wieder an der Grand Central Station zu landen und den vorletzten Zug um 1.12 Uhr wieder zurück nach New Haven zu nehmen. Im Hintergrund des oberen Bildes ist übrigens beleucthtet das Chrysler Building zu sehen.

 

 

Das war im Übrigen nur ein winzig kleiner Teil von Manhattan/New York, den ich da innerhalb eines guten halben Tages gesehen habe. Auf der unten stehenden Karte nur in etwa der Bereich, der mit der roten Markierung umschlossen ist:



(Das Bild ist ein Ausschnitt aus einem Satelittenbild der NASA und steht unter Public Domain)

Sonntag, 22. November 2009

THE GAME 2009

Gestern war das Footballspiel des Jahres (zumindest für die zwei beteiligten Unis) hier in New Haven in der Yale Bowl. Yale gegen Harvard. Das Spiel wird seit 1875 bis auf wenige Ausnahmen jedes Jahr im Wechsel entweder in Yale oder Harvard ausgetragen. Und dieses Jahr glücklicherweise hier bei uns, so dass wir uns nicht auf den Weg nach Boston machen mussten, nur um das Spiel zu sehen...


Gemeinsames Glee Club Concert:
Rundrum finden natürlich eine Menge Events statt, so auch am Abend vorher in Woolsey Hall (einer unserer Konzerthallen hier in Yale) das gemeinseme Konzert der beiden Glee Clubs. Glee Clubs sind Chöre (früher reine Männerchore - wie der von Harcard, heute auch gemischt - wie der unsrige), die hauptsächlich kurze Stücke oder Auszüge aus größeren Werken singen. Das Repertoire ist dabei bunt gemischt. An den Unis werden aber immer die jeweils eigenen Lieder und Hymnen auf jeden Fall gesungen.

Auf dem Programm standen mehrere kurze a capella Stücke aus den letzten 5 Jahrhunderten.
Zum Abschluss werden jedoch immer noch die Football-Lieder und die Uni-Hymnen gesungen, wo auch die ehemaligen Mitglider der jeweiligen Chöre mit auf die Bühne dürfen, wie hier zu sehen ist:



Entschuldigt die schlechte Videoqualität, aber ich hatte nur mein Handy dabei.

Der Spieltag:


Es ist natürlich immer eine ganze Menge los, wenn ca. 45.000 Fans beider Teams sich in und um das Stadion versammeln. Vor dem Spiel findet das so genannte Tailgaiting statt, quasi eine Art Riesenpicknick, wo die Leute ihr Essen und Trinken mitbringen und auf den Parkplätzen oder Rasenflächen rund um das Station gemütlich verzehren. Dazu gehört in vielen Fällen natürlich auch Bier oder gar Hochprozentiges. So richtig Betrunkene, wie man sie öfter bei uns sieht, gibt es allerdings kaum.






Das Spiel diesmal war eindeutig besser, als das was ich zu Beginn der Saison gesehen hatte, wir lagen sogar über 55 Minuten des Spiels in Führung. Am Ende hat es Harvard jedoch leider innerhalb der letzten 7 Minuten geschafft, zwei Touchdowns und ein Field-Goal zu verwandeln. So dass Yale dummerweise mit 10:14 verloren hat. Dafür war die Halftime-Show unserer Marching Band wieder deutlich besser und um einiges kreativer als die von Harvard...



Tja, was gibt es sonst noch zu sagen? Am besten drückt es unser Anfeuerungs- und Kampfruf aus: Harvard sucks!
Und nächstes Jahr in Harvard gewinnen wir mal wieder. Bestimmt!!!

Montag, 16. November 2009

Neues oder nicht so viel Neues

Tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Irgendwie hat es sich nicht ergeben, dass ich was schreibe. Und ich hatte (und habe immer noch) keine Bilder, die ich mit euch hätte teilen können. Deswegen wird auch das wieder ein langer Beitrag mit viel Text. Aufgrund meiner etwas verkorksten Zeitplanung habe ich es nach meiner Rückkehr leider immer noch nicht geschafft, etwas von New York zu sehen...

Aber von vorn, der letzte Beitrag hat ja nur ganz kurz eine Statusmeldung abgegeben. Hier nun alles etwas ausführlicher:
Als ich kurz vor dem letzten Oktoberwochenende gehört hatte, dass meine Großtante im Sterben liegt, habe ich nach Absprache mit meinen Großeltern beschlossen, so schnell als möglich nach Kalifornien zu fliegen, um mich vielleicht noch von ihr verabschieden zu können. Leider kam ich etwa 20 Stunden zu spät und so konnte ich mich für den Rest der Familie nur als Unterstützung und Beistand für die Woche bis zur Trauerfeier anbieten. Kurzerhand beschloss ich, dass ich es riskieren konnte, dafür eine Woche Uni sausen zu lassen. Glücklicherweise waren die Professoren alle sehr offen und verständnisvoll und ich hatte auch nicht viel nachzuarbeiten.
Die Woche selbst verging sehr langsam, aber im Rückblick auch irgendwie sehr schnell. Es gab viel zu tun und meine Hilfe wurde dankbar angenommen. An der Planung und Durchführung der Trauerfeier war ich natürlich auch beteiligt und habe sozusagen den deutschen Teil der Familie mit dem Choral "So nimm denn meine Hände" als Solostück vertreten.




Nach einer bewegenden Trauerfeier am 30. Oktober bin ich dann noch einen Tag geblieben und dann wieder zurück nach New York geflogen. Fazit: Ich sollte bei einem Übernachtflug doch versuchen ein wenig zu schlafen, eine Nacht ohne Schlaf tut dem Körper nicht wirklich gut... Und dann galt es, so schnell wie möglich wieder in den Unialltag zurückzukehren, ein wenig nachzuarbeiten und so weiter. Es tat gut, dass das dann doch innerhalb weniger Tage ging und ich ausreichend Möglichkeiten hatte, mich abzulenken.

Leider hat mich dann am Ende der Woche doch noch eine kurze, aber heftige Erkältung mit Fieber erwischt, die mich über das Wochenende außer Gefecht gesetzt hat. Seit einer Woche laufe ich jedoch wieder voll auf Hochtouren und singe auch wieder. Hatte am Samstag nämlich mal wieder eine sehr ertragreiche Stunde Gesangsunterricht und am Sonntag ein Chorkonzert mit dem Yale Recital Chorus mit Werken von Pizzetti, Schönberg und Pärt. (Wer mehr wissen will, melde sich bei mir...) Ich hoffe, wir kriegen davon eine Aufnahme, das wäre echt super.

Tja, diese Woche steht noch einmal eine ordentliche Runde Arbeit für die Uni an, da der Endspurt für das Semester beginnt. Wir haben nur noch diese Woche und die erste Dezemberwoche Vorlesungen, dann beginnt schon die Prüfungszeit. Dazwischen liegt noch einmal die Woche Thanksgiving Break, die ich neben dem Lernen, bzw. Hausarbeiten schreiben auch für mindestens einen Tag in New York nutzen will. Tja und dann ist schon Weihnachten und ich fliege wieder nach Kalifornien...

Soweit von mir, tut mir Leid, dass ich keine Bilder habe, aber beim nächsten Eintrag folgen hoffentlich eine ganze Menge schöne Bilder aus dem herbstlichen New York.