Sonntag, 14. März 2010

Toronto and THE FALLS

So, jetzt kommt der wohl vorerst letzte Post mit ner ganzen Menge an Bildern von meiner Tour über Spring Break. Mittlerweile bin ich bei einem Freund in Cleveland (Ohio) und verbringe da ein äußerst entspanntes Wochenende mit Faulenzen, bissl lernen und Essen. Tut auch mal ganz gut.

Am Donnerstag hab ich mir Toronot angeschaut. Eine Stadt, die sehr vom CN Tower (dem ehemals höchsten freistehenden Bauwerk der Welt. Hab dann auch beschlossen, das leicht horrende Eintrittsgeld zu zahlen, um von den beiden Aussichtsplattformen (auf 346m und 447m) den Ausblick nach unten zu genießen. Leider war das Wetter nicht ganz so fantastisch, aber trotzdem beeindruckend da oben zu stehen.


Der Turm von unten. Hinter der Glasfront befindet sich ein Aufzugschacht.


Der Ausblick von der oberen Aussichtsplattform über Toronto


Hier das Hostel, in dem ich genächtigt habe


Aussicht von der oberen Aussichtsplattform auf den Lake Ontario. Bei besserer Sicht würde man hinten links die Niagarafälle sehen können...


Hier stehe ich auf einem der Glaspaneele in der unteren Aussichtsebene auf 342m Höhe. Unter mir sozusagen der freie Fall. Auch wenn man weiß, dass das 10cm Dicke Panzerglas nicht bricht, wird einem doch etwas mulmig, wenn man hier drauf steht...


Hier die St. James Cathedreal, mit ihrem 109m hohen Kirchturm die höchste Kirche der Stadt.


Der Kirchenraum der Metropolitan United Church mit der größten Orgel Kanadas (links und rechts im Chorraum)


Nordeingang zum Eaton Center, dem bekanntesten Kaufhaus in Toronto...

Am Freitag ging es dann wieder zurück in die USA mit einem Zwischenstopp auf der kanadischen Seite der Niagarafälle. Wetter einigermaßen bescheiden nass von oben und kalt, aber trotzdem imposant und sehr lohnenswert.


Direkt an der Kante der Fälle



Hier die kanadischen Fälle, über die mehr Wasser fließt (und die wohl auch bekannter sind)



Hier die amerikanischen Fälle, technisch gesehen mit etwas größerem Höhenunterschied, aber weniger Wasserdurchfluss. Links die Rainbow Bridge, über die man wieder zurück in die USA gelangt...


Und zum Abschluss noch ein Versuch, beide Fälle auf einmal zu fotografieren. Links die USA, rechts Kanada.

Donnerstag, 11. März 2010

Ahornsirup

Wer mich kennt, weiß, dass ich Pfannkuchen mit Ahornsirup über alles liebe. Dabei macht es natürlich keinen Unterschied, ob es deutsche Pfannkuchen oder American Pancakes sind. Umso cooler war es dann, am Dienstag mit meiner Kommilitonin Caitlin in einen Sugarbush zu fahren. Im Suguarbush werden die Ahornbäume in der Saison (nachts gefroren, tagsüber warm - also von Ende Februar bis Ende März) angezapft und um einen Teil ihres zuckeraltigen Safts erleichtert.

Früher hat man Ventile aus Holz oder Metall in den Baum geschlagen und einen Eimer zum Auffangen drunter gehängt. Heute benutzt man Plastikventile, die den Saft dann durch ein langes, dünnes Schlauchsystem zu einer Sammelstelle bringen.

In der Regel werden pro Baum zwei Zapflöcher eingebohrt

Hellblau zwischen den Bäumen gespannt sind die Schläuche, die dann rechts in größere (schwarze) Schläuche münden.

Hier kommen alle Schläuche zusammen

An der Sammelstelle angelangt wird der Saft dann entweder in Tankwagen verladen oder direkt vor Ort zu Sirup verkocht.

Für einen Liter fertigen Ahornsirup braucht man übrigens 40l Saft...

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Kingston (am Nordende des Lake Ontario), um Scarlett - eine Freundin aus Heidelberg, die gerade an der Queens University in Kingston studiert - zu besuchen, bin ich jetzt noch bis morgen in Toronto. Interessanter Fakt ist die Tatsache, dass mich der Parkplatz für mein Auto nur 10 Dollar weniger kostet, als zwei Nächte in meinem Zweibett-Zimmer in einem Hostel. Verrückte Welt...

Der CN Tower bei Nacht von meinem Zimmer aus gesehen. Er war bis 2007 übrigens das höchste freistehende Gebäude der Welt...

Mittwoch, 10. März 2010

Ottawa & Montreal

Ich muss ja schon sagen, ich komm hier ordentlich rum dieses Mal. Ich kann jetzt zwei weitere Großstädte zu meinen bereits besuchten hinzufügen...

Wie bereits im letzten Post erwähnt, bin ich zur Zeit bei einer Kommilitonin in Ottawa zu Gast. Samstag waren wir auf einer Konferenz der Anglikanischen Kirche in Ottawa zum Thema Gebet. (Caitlin hat dort die Musik für die Gottesdienste auf die Beine gestellt.) Sonntag zum Gottesdienst in Caitlins Gemeinde, danach unterwegs in Downtown Ottawa (v.a. das Regierungsviertel) und abends dann bei ihrer besten Freundin gemeinsam die Verleihung der Oscars ansclhauen.

Hier ein paar Bilder von Ottawa.


Zu sehen ist der Parliament Hill mit dem Regierungsviertel (Parlamentsgebäude, Nationalbibliothek und weitere Regierungsgebäude...)


Hier eine äußerst interessante Sache: Der Eingang zum Rideau Canal, einem Schifffahrtskanal aus dem 19. Jahrhundert, der von Ottawa nach Kingston führt. Die Staustufen werden auf natürliche Art und Weise durch das oben einfließende Wasser gesteuert. Im Sommer ist er noch in Betrieb.


Und hier der Kanal selbst. Normalerweise ist hier im Winter alles zugefroren und der Kanal wird zur längsten Eisbahn der Welt (8km). Da das Wetter aber extrem auf Frühling und Tauwetter eingestellt ist aktuell, ist das natürlich nicht mehr möglich...


Wie auf den Bildern unschwer zu erkennen ist, ist der Frühling hier eingekehrt. Wohl merkwürdig früh dieses Jahr, denn normalerweise liegt Ottawa bis Ende März unter einer geschlossenen Schneedecke. Und wir haben momentan Temperaturen von bis zu 10°C und viel Sonnenschein.

Gestern bin ich dann die zwei Stunden mit dem Auto nach Montreal gefahren, um die französischsprachige Stadt in Quebec unsicher zu machen.

Besonders beeindruckt hat mich Old Montreal, die Altstadt. Montreal ist nämlich so ziemlich die einzige Stadt in Nordamerika, die ihre Altstadt (gebaut ab ca. 1650) erhalten hat und nicht durch Wolkenkratzer, etc. ersetzt hat.



Es scheint nicht nur bei Käthe Wohlfahrt das ganze Jahr Weihnachtssachen zu geben:


Direkt nebenan ist die Basilika Notre Dame, die bekannteste Kirche Montreals:


Mit diesem wunderschönen Innenraum.



Neben der Altstadt ist das Oratoire St. Joseph als Pilgerstätte sehr berühmt. Die Innenarchitektur ist für meinen Geschmack nicht wirklich ansprechend, aber was will man machen, ist halt Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden...




Neben der Altstadt gibt es die restliche Downtown-Area mit ihren Hochhäusern und den typischen Einkaufsstraßen. Nichts besonderes, aber doch mit eher europäischem als nordamerikanischem Charme.



Wie üblich, mache ich hauptsächlich Fotos von Kirchen, aber das liegt halt in meiner Natur...^^

Zum Abschluss des Tages bin ich noch einmal schnell mit dem Auto über den Mount Royal (daher der Name der Stadt...) gefahren und hab in der Dämmerung einen kurzen Blick über die Stadt genossen:


Hier noch ein Blick auf das Olympiastadion von Montreal für die Olympischen Spiele 1976.


Samstag, 6. März 2010

Endlich Spring Break

Grade stelle ich fest, dass mein letzter Post hier schon viel zu lange zurück liegt und ich dringend was dagegen tun sollte, bevor ich die nächste Bilder- und Berichteflut hier präsentiere. Ich befinde mich nämlich zur Zeit in Kanada für eine Woche über die Zeit von Spring Break. (Tolle Erfindung im März zwei Wochen Ferien in das Semester einzubauen...)

Doch zuerst ein kurzer Rückblick auf einen wenig ereignisreichen (in Bezug auf außergewöhnliches) Monat Februar:

1. Der Winter in Neu England war überhaupt nicht schlimm. Wir hatten im Januar und Februar in etwa so viel Schnee, wie ein typischer deutscher Winter (was natürlich im völligen Gegensatz zu diesem Jahr steht...)

Der Divinity School Campus mit ein wenig Schnee Mitte Februar

2. War im Februar leider nur einmal für knapp 24 Std. in New York auf der so genannten "Lutherans in Diaspora Conference". Einer Konferenz für die Studenten aus den 4 Universitäten Harvard, Yale, Princeton und Union Theological Seminary (alles 4 Schulen, an denen die Lutheraner nur einen kleinen Teil der Studenten ausmachen...)

3 Germans unterwegs an der Riverside Church in New York

Die Bibliothek der Columbia University - bekannt aus Film und Fernsehen

Unterwegs im Riverside Park an der Upper East Side von Manhattan

Christian an der Bar im Gespräch mit zwei lutherischen Studenten vom Union Theological Seminary in New York - man beachte die Löwenbräu-Flasche links!

(Disclaimer: Vielen Dank für die Bilder aus New York geht an Mirjam, die ihre Kamera dabei hatte...)

3. Meine Kurse und die Arbeit an der Divinity School gehen ihren gewohnten Gang. Viel zu lesen und zu schreiben. Die restliche Freizeit fülle ich so ziemlich mit am PC sitzen und vor allem singen, was mich zu 

3. bringt: Die Proben für Godspell sind seit eineinhalb Wochen in vollem Gange und wir haben nach der Spring Break noch ganze 3 Wochen, um die Produktion auf die Bühne zu stellen, da wir bisher "nur" an der Musik gearbeitet haben (das Ensemble muss praktisch in jedem Stück vierstimmig mitsingen, was in einer Woche einstudiert wurde...).

4. Zum Abschluss eine kurze Vorschau auf meine nächsten Tage hier in der großen Weite nördlich der USA: Bis einschließlich Mittwoch Morgen bin ich hier bei einer Kommilitonin in Ottawa (der Hauptstadt), von wo aus es für einen Tag nach Montreal gehen wird. Mittwoch schaue ich dann in Kingston vorbei, um Scarlett (einer anderen Studentin aus Heidelberg) einen Besuch abzustatten. Von dort aus gehts weiter bis zum Wochenende nach Toronto, um übers Wochenende einen Bekannten in Cleveland (Ohio) zu besuchen. In meiner zweiten Woche über Spring Break werde ich vorraussichtlich meine ganzen Sachen, die nach Spring Break fällig sind (2 Papers und 2 Kurzreferate) fertigstellen und noch einen Tag in Boston sein.

Die nächsten Tage und Wochen bringen dann wieder eine ordentliche Bilderflut aus Kanada.

Bis bald

C