Dienstag, 29. Dezember 2009

San Francisco

Nach nur drei Tagen schon wieder ein Post von mir. Diesmal direkt von der Pazifikküste aus dem legendären San Francisco. Einer absolut schönen und faszinierenden Stadt. Hier eine Runde Bilder mit Impressionen, die mehr erzählen, als wenn ich alles beschreiben würde.

Was gibt es charakteristischeres, als zuallererst ein Cable Car hier reinzustellen:



Doch das ist nicht die einzige historische Bahn die fährt. Interessant sind auch die alten Streetcars aus verschiedenen amerikanischen Städten, die auf der F-Linie zum Einsatz kommen. Zwischen ca. 1925 und 1955 als Straßenbahnen gebaut und nachdem die anderen Städte sie ausgemustert haben, hat San Francisco sie aufgekauft. Hier ein Beispiel:



Natürlich muss man auch einiges zu Fuß erledigen. So zum Beispiel ein Spaziergang durch Chinatown hinauf zum Coit Tower, von dem man einen tollen Ausblick über die ganze Stadt hat:





Auf dem Bild sticht die Transamerica Pyramid, der höchste und markanteste Wolkenkratzer der Stadt besonders hervor:



Unterwegs lässt sich auch schön das ständige Auf und Ab der Straßen einfangen:



Im Hintergrund die berühmte Lombard Street. Die kurvenreichste Straße der Welt:



Natürlich sieht man bei gutem Wetter ohne Nebel von oben auch schön raus in die Bay und auf die Golden Gate Bridge und die Gefängnisinsel Alcatraz:






Zum Abschluss noch zwei Bilder der Salesianerkirche St. Peter & Paul:





Edit:

Hier sind noch ein paar Bilder vom zweiten Tag, die ich nicht unter einem eigenen Post veröffentlichen will.
Zuerst mit einem tollen Blick auf den Coit Tower aus meinem Hotelzimmer:



Und der Blick über den Financial District:



Tagsüber bin ich dann hauptsächlich durch den Golden Gate Park spaziert, in dem unter anderem auch der San Francisco Botanical Garden untergebracht ist. Hier fand ich folgendes geniales Schild:



Zurück nach Downtown gings dann durch Civic Center mit dem Rathaus, das so aussieht:




Abends noch einmal über den Union Square mit dem überdimensionierten Weihnachtsbaum vom Kaufhaus Macy's. Leider hab ich nur tagsüber ein Foto gemacht:



Mein letzter Abend in San Francisco ging mit einem leckeren Hasenbraten im Restaurant "The Stinky Rose" (Die stinkende Rose - heißt so, weil hier alle Gerichte mit Knoblauch serviert werden) und insgesamt mindestens 30 Knoblauchzehen im Essen sowie dem Film "Avatar" in Imax 3D zu Ende...


Samstag, 26. Dezember 2009

Merry Christmas everyone!

Frohe Weihnachten euch allen! (auch wenn es schon fast wieder vorbei ist. Zum Glück ist es laut liturgischem Kalender noch ne Weile nicht rum^^)

Habe die Feiertage im Kreise meiner Familie hier. (Onkel, Tante, etc.) nördlich von Downtown Los Angeles in Glendale verbracht und bin inzwischen wieder in Torrance, um mich morgen auf meinen Gottesdienst in der Seaside Community Church vorzubereiten. Es wird mein erster Gottesdienst, den ich ganz alleine halte...

Danach geht es für eine Woche on the road nach San Francisco, zu meiner Verwandtschaft in San Jose und ins um diese Jahreszeit nicht ganz so heiße Death Valley, wenn alles klappt. Dann kann ich auch wieder ne ordentliche Runde Bilder liefern.

Allerdings hab ich hier schon einige.

Hier noch ein Bild von unserer Adventsparty an der Yale Divinity School. Mit im Bild sind von links nach rechts: Fabian (aus Freiburg), Conan (aus der Mongolei), Mirjam (aus Tübingen eine meiner Mitbewohnerinnen) und Mareike (eine ev. Theologin die bei den Katholiken in Freiburg studiert)



Dann von der Feuerzangenbowle:




Dann machen wir einen großen Sprung nach Los Angeles in einer der verrückten Nachbarschaften, die an Weihnachten ihr komplettes Grundstück dekorieren. Hier eine wirklich schönen Kostproben:



Heiligabend und Weihnachtsfeiertag war ich dann in diesem wunderschönen Haus:




Mit diesem tollen Ausblick auf Downtown Los Angeles:



Und zum Abschluss noch ein Familienfoto unterm Weihnachtsbaum mit meinem Cousin Adam, seiner Verlobten Nancy, Onkel Klaus, Tante Rita, meinen Cousinen Megan & Anna und mit mir:



Montag, 21. Dezember 2009

LA

Hier bin ich wieder, und seit Samstag sicher in Los Angeles gelandet, nachdem ich in New York knapp dem großen Schneechaos entkommen war. Zur Einstimmung und zum ein wenig genießen, hier die neueste Symphonie von Arvo Pärt mit dem Titel Los Angeles. Ich empfehle sich auch die Zeit zu nehmen, und die Bildershow anzusehen...





























Ich selber hab gestern auch ein paar Bilder Downtown gemacht. Leider hab ich allerdings mein Verbindungskabel zwischen Handy und PC vergessen, so dass ich die Bilder wohl erst im neuen Jahr von New Haven aus nachreichen kann...

Sonntag, 13. Dezember 2009

Advent, Advent,...

So hallo mal wieder und euch allen eine gesegnete Adventszeit!

Drei Wochen sind schnell vorbei, das Semester neigt sich endgültig dem Ende zu und Christian bereitet sich darauf vor, in einer Woche an die etwas wärmere Westküste zu fahren. Die bishzerige Adventszeit habe ich sehr gut verbracht, sogar ein wenig mit echt deutschem Geschmack, denn: Ich habe die Weihnachtsbäckerei eröffnet und Kokosmakronen und Schüttellebkuchen gebacken. Dazu gabs dann heute Abend noch Feuerzangenbowle. Natürlich Film und das Getränk. Gezündet nicht mit einem laschen 54%-igen Rum, sondern mit satten 75%. Ich sag euch, das gibt ein Feuerchen und ist ein wenig wärmer als sonst. Hat aber wieder mal Spaß gemacht. Jetzt fällt mir gerade ein, dass ich völlig vergessen habe, davon Bilder zu machen/machen zu lassen. Naja vielleicht gibts Dienstag noch mal eine und dann werden Bilder gemacht...

Dafür gibt es ein paar Bilder von der Weihnachtsfeier des University Lutheran Ministries heute Abend. Erst Weihnachtslieder im Altersheim singen und im Anschluss zurück nach Hause und gemütlich gemeinsam Abend gegessen:



 

 

 

 



Diese Woche steht noch eine Klausur in Systematik an, auf die ich mich weniger freue und die Fertigstellung meiner Hausarbeit in Kirchengeschichte zum Musikverständnis bei Philipp Melanchthon.

Ach ja, dann will noch eine Predigt geschrieben werden für den Sonntag nach Weihnachten. Thema: der alte Simeon im Tempel kurz nach Jesu Geburt ("Herr nun lässest du deinen Diener...") Da freue ich mich schon drauf. Genauso, wie endlich wieder meine lieben Gemeindemitglieder in Los Angeles zu sehen und über die Weihnachtsfeiertage bei der Familie von Onkel Klaus zu sein.


Ich glaube fast, dass dies für dieses Jahr mein letzter Eintrag aus New Haven ist. Ich melde mich auf alle Fälle aus Kalifornien! Bis dahin,

Euer,

Christian

Donnerstag, 26. November 2009

Manhattan

Wie man sieht habe ich es endlich geschafft. Gestern Nachmittag hab ich mich aufgemacht nach New York und Manhattan ein wenig unsicher gemacht. Dummerweise war das Wetter nicht ganz so wie der Wetterbericht noch am Tag zuvor gesagt hatte, sondern hat mich mit Sprühregen etwas überrascht, aber das hat dann seinen ganz eigenen Charme.
Ankunft war in der Grand Central Station, den Bahnhof, den ich jetzt schon ganz gut kenne. Bekannt aus vielen Filmszenen und sicher auch von Fotos mit seiner riesigen Wartehalle:




Entlang der 42nd Street zum Times Square und dort ein wenig auf und ab gelaufen:



 

Weiter in Richtung Norden auf der 7th Avenue, vorbei an der Carnegie Hall,

 

hinein in den Bereich in und um Central Park.

 

 

Mit einer faszinierenden Stimmung beim Spaziergang durch den Park mit Blick auf die Skyline im Abenddunkel.

 
 
 

Als Abendprogramm die Oper Il Trittico von Giaccomo Puccini in der Metropolitan Opera im Lincoln Center:



Nachts um zwöf dann noch einmal gemütlich mit der Kamera bewaffnet zurück auf dem Broadway zum Times Square:


 

 

 

Nur um am Schluss wieder an der Grand Central Station zu landen und den vorletzten Zug um 1.12 Uhr wieder zurück nach New Haven zu nehmen. Im Hintergrund des oberen Bildes ist übrigens beleucthtet das Chrysler Building zu sehen.

 

 

Das war im Übrigen nur ein winzig kleiner Teil von Manhattan/New York, den ich da innerhalb eines guten halben Tages gesehen habe. Auf der unten stehenden Karte nur in etwa der Bereich, der mit der roten Markierung umschlossen ist:



(Das Bild ist ein Ausschnitt aus einem Satelittenbild der NASA und steht unter Public Domain)

Sonntag, 22. November 2009

THE GAME 2009

Gestern war das Footballspiel des Jahres (zumindest für die zwei beteiligten Unis) hier in New Haven in der Yale Bowl. Yale gegen Harvard. Das Spiel wird seit 1875 bis auf wenige Ausnahmen jedes Jahr im Wechsel entweder in Yale oder Harvard ausgetragen. Und dieses Jahr glücklicherweise hier bei uns, so dass wir uns nicht auf den Weg nach Boston machen mussten, nur um das Spiel zu sehen...


Gemeinsames Glee Club Concert:
Rundrum finden natürlich eine Menge Events statt, so auch am Abend vorher in Woolsey Hall (einer unserer Konzerthallen hier in Yale) das gemeinseme Konzert der beiden Glee Clubs. Glee Clubs sind Chöre (früher reine Männerchore - wie der von Harcard, heute auch gemischt - wie der unsrige), die hauptsächlich kurze Stücke oder Auszüge aus größeren Werken singen. Das Repertoire ist dabei bunt gemischt. An den Unis werden aber immer die jeweils eigenen Lieder und Hymnen auf jeden Fall gesungen.

Auf dem Programm standen mehrere kurze a capella Stücke aus den letzten 5 Jahrhunderten.
Zum Abschluss werden jedoch immer noch die Football-Lieder und die Uni-Hymnen gesungen, wo auch die ehemaligen Mitglider der jeweiligen Chöre mit auf die Bühne dürfen, wie hier zu sehen ist:



Entschuldigt die schlechte Videoqualität, aber ich hatte nur mein Handy dabei.

Der Spieltag:


Es ist natürlich immer eine ganze Menge los, wenn ca. 45.000 Fans beider Teams sich in und um das Stadion versammeln. Vor dem Spiel findet das so genannte Tailgaiting statt, quasi eine Art Riesenpicknick, wo die Leute ihr Essen und Trinken mitbringen und auf den Parkplätzen oder Rasenflächen rund um das Station gemütlich verzehren. Dazu gehört in vielen Fällen natürlich auch Bier oder gar Hochprozentiges. So richtig Betrunkene, wie man sie öfter bei uns sieht, gibt es allerdings kaum.






Das Spiel diesmal war eindeutig besser, als das was ich zu Beginn der Saison gesehen hatte, wir lagen sogar über 55 Minuten des Spiels in Führung. Am Ende hat es Harvard jedoch leider innerhalb der letzten 7 Minuten geschafft, zwei Touchdowns und ein Field-Goal zu verwandeln. So dass Yale dummerweise mit 10:14 verloren hat. Dafür war die Halftime-Show unserer Marching Band wieder deutlich besser und um einiges kreativer als die von Harvard...



Tja, was gibt es sonst noch zu sagen? Am besten drückt es unser Anfeuerungs- und Kampfruf aus: Harvard sucks!
Und nächstes Jahr in Harvard gewinnen wir mal wieder. Bestimmt!!!

Montag, 16. November 2009

Neues oder nicht so viel Neues

Tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Irgendwie hat es sich nicht ergeben, dass ich was schreibe. Und ich hatte (und habe immer noch) keine Bilder, die ich mit euch hätte teilen können. Deswegen wird auch das wieder ein langer Beitrag mit viel Text. Aufgrund meiner etwas verkorksten Zeitplanung habe ich es nach meiner Rückkehr leider immer noch nicht geschafft, etwas von New York zu sehen...

Aber von vorn, der letzte Beitrag hat ja nur ganz kurz eine Statusmeldung abgegeben. Hier nun alles etwas ausführlicher:
Als ich kurz vor dem letzten Oktoberwochenende gehört hatte, dass meine Großtante im Sterben liegt, habe ich nach Absprache mit meinen Großeltern beschlossen, so schnell als möglich nach Kalifornien zu fliegen, um mich vielleicht noch von ihr verabschieden zu können. Leider kam ich etwa 20 Stunden zu spät und so konnte ich mich für den Rest der Familie nur als Unterstützung und Beistand für die Woche bis zur Trauerfeier anbieten. Kurzerhand beschloss ich, dass ich es riskieren konnte, dafür eine Woche Uni sausen zu lassen. Glücklicherweise waren die Professoren alle sehr offen und verständnisvoll und ich hatte auch nicht viel nachzuarbeiten.
Die Woche selbst verging sehr langsam, aber im Rückblick auch irgendwie sehr schnell. Es gab viel zu tun und meine Hilfe wurde dankbar angenommen. An der Planung und Durchführung der Trauerfeier war ich natürlich auch beteiligt und habe sozusagen den deutschen Teil der Familie mit dem Choral "So nimm denn meine Hände" als Solostück vertreten.




Nach einer bewegenden Trauerfeier am 30. Oktober bin ich dann noch einen Tag geblieben und dann wieder zurück nach New York geflogen. Fazit: Ich sollte bei einem Übernachtflug doch versuchen ein wenig zu schlafen, eine Nacht ohne Schlaf tut dem Körper nicht wirklich gut... Und dann galt es, so schnell wie möglich wieder in den Unialltag zurückzukehren, ein wenig nachzuarbeiten und so weiter. Es tat gut, dass das dann doch innerhalb weniger Tage ging und ich ausreichend Möglichkeiten hatte, mich abzulenken.

Leider hat mich dann am Ende der Woche doch noch eine kurze, aber heftige Erkältung mit Fieber erwischt, die mich über das Wochenende außer Gefecht gesetzt hat. Seit einer Woche laufe ich jedoch wieder voll auf Hochtouren und singe auch wieder. Hatte am Samstag nämlich mal wieder eine sehr ertragreiche Stunde Gesangsunterricht und am Sonntag ein Chorkonzert mit dem Yale Recital Chorus mit Werken von Pizzetti, Schönberg und Pärt. (Wer mehr wissen will, melde sich bei mir...) Ich hoffe, wir kriegen davon eine Aufnahme, das wäre echt super.

Tja, diese Woche steht noch einmal eine ordentliche Runde Arbeit für die Uni an, da der Endspurt für das Semester beginnt. Wir haben nur noch diese Woche und die erste Dezemberwoche Vorlesungen, dann beginnt schon die Prüfungszeit. Dazwischen liegt noch einmal die Woche Thanksgiving Break, die ich neben dem Lernen, bzw. Hausarbeiten schreiben auch für mindestens einen Tag in New York nutzen will. Tja und dann ist schon Weihnachten und ich fliege wieder nach Kalifornien...

Soweit von mir, tut mir Leid, dass ich keine Bilder habe, aber beim nächsten Eintrag folgen hoffentlich eine ganze Menge schöne Bilder aus dem herbstlichen New York.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Leider schon wieder nicht NY

Den für diesen Samstag geplanten Trip nach New York musste ich leider am Freitag absagen. Ich bin zwar nach New York reingefahren, allerdings nur, um gleich wieder rauszufliegen. Bin jetzt aufgrund des Todes meiner Großtante in San Jose (Kalifornien). Kann sehr gut sein, dass ich wegen der Beerdigung am Freitag eine ganze Woche an Unterricht verpasse!

I keep you updated was ich mache...

Samstag, 17. Oktober 2009

Avenue Q

So, wie versprochen, der Bericht meines Samstag Abends. Ist eigentlich schnell erzählt, denn ich war in einem extrem tollen Musical mit dem Titel "Avenue Q".


Spielt seit etwa 4 Jahren am Broadway und ist jetzt zum ersten Mal auf einer Tour unterwegs durch die Staaten.
Die Handlung ist recht einfach gestrickt. Es geht nämlich um die kleinen und großen Probleme einer handvoll junger Erwachsener, die in der Avenue Q in New York Tür an Tür leben. Dabei ist besonders wichtig, dass die meisten Figuren keine echten Menschen sind, sondern so tolle Handpuppen, wie in der Sesamstraße. Die Musik ist klasse, die Songs originell und witzig. Um zu zeigen, was die Themen sind, hier einige Songtitel als Beispiele: "It sucks to be me", "If you were Gay", "Everyone is a little bit racist", "The Internet is for porn", undundund.



Das Themenspektrum ist also schon ein bissl anders, als im Vorbild der Sesamstraße. Dementsprechend auch eher an Erwachsene gerichtet. Hat unheimlich Spaß gemacht, auch wenn man als Nicht-Muttersprachler immer noch nicht alle Witze versteht.


Richtig lustig ist übrigens der "Schadenfreude"-Song, in dem der Begriff auf amüsante Weise erklärt wird: "Happiness of the misfortune of others". Wird als typisch deutsche Eigenschaft präsentiert. Fand ich leicht gemein, aber die Show ist ja nicht ganz ernst zu nehmen, daher fühlt man sich auch nicht angegriffen... Da die Amis kein entsprechendes Wort dafür haben, wird das Deutsche verwendet. Genauso, wie bei "Angst" oder "Kindergarten".