Ich weiß, ich bin nicht in der Position, etwas angebrachtes über die Lage nach dem Erdbeben in Haiti sagen, möchte euch allen aber auf alle Fälle folgenden Blog ans Herz legen:
http://web.me.com/sam.owen1/Haiti_Earthquake_Relief/Blog/Blog.html
Geschrieben von zwei meiner Kommilitonen und Freunde hier an der Yale Divinity School, die letzten Sonntag einfach mal so eben spontan beschlossen hatten, dass sie alles unternehmen würden, um ein paar Tage da unten zu helfen. 36 Stunden später waren sie in Port-au-Prince. Die Berichte (natürlich leider nur auf Englisch) sind sehr sehr persönlich und bewegend und die Bilder jagen einem einen Schauer nach dem anderen den Rücken hinunter.
Wer will, schaut sichs an und wird dadurch ermutigt zur langfristigen Wiederaufbauhilfe in Haiti (und zur Hilfe in allen armen Ländern der Welt) wieder ein Stück beizutragen. Und wer nicht, der übergehe meinen Beitrag hier einfach...
Mit gemischten Gefühlen,
Christian
Sonntag, 24. Januar 2010
Donnerstag, 21. Januar 2010
Nachlese Kalifornien
Es ist jetzt schon wieder fast 3 Wochen her, dass ich aus Kalifornien zurück im Osten der USA bin, der Unibetrieb hat wieder angefangen und ich bin ganz enthusastisch, was das kommende Semester angeht, trotzdem will ich noch ein paar der versprochenen Bilder von vor Weihnachten nachliefern.
Und zwar von der Walt Disney Concert Hall, wo ich für Händels "Messias" zum Mitsingen war:
Und zwar von der Walt Disney Concert Hall, wo ich für Händels "Messias" zum Mitsingen war:
Die Bilder sind leider etwas verwackelt, weil ich sie nur mit meinem Handy im Nachtmodus und völlig freihand gemacht habe...
Und von drinnen noch ein nächtlicher Blick hinüber zur City Hall von Los Angeles:
Sowie der wunderschöne Sonnenuntergang an Heiligabend, bei Temperaturen tagsüber von ca. 23°C. Das nenn ich doch mal angenehme Weihnachten...
Dienstag, 5. Januar 2010
Death Valley
20.1.10: Update: Jetzt sind endlich alle Texte dazugekommen...
5.1.10: Aktuell befinde ich mich auf dem Flughafen in Long Beach, um nach 2 1/2 Wochen hier in Kalifornien wieder den Heimweg anzutreten.
Ach noch was, bevor ich mit dem Bericht weitermache: ICH WÜRDE MICH UNHEIMLICH ÜBER KOMMENTARE ZU MEINEN POSTS FREUEN, DAMIT ICH FÜR DAS SCHREIBEN ZUKÜNFTIGER POSTS AUSREICHEND MOTIVIERT WERDE...
Nach einer ruhigen Silvesternacht, in der ich dank des heruntergekommenen Motels in einem Ort namens Ridgecrest ziemlich schlecht geschlafen habe, durfte ich am Neujahrstag einen umso schöneren Sonnenaufgang mit tollem Licht über den Bergen der Sierra Nevada erleben:
5.1.10: Aktuell befinde ich mich auf dem Flughafen in Long Beach, um nach 2 1/2 Wochen hier in Kalifornien wieder den Heimweg anzutreten.
Ach noch was, bevor ich mit dem Bericht weitermache: ICH WÜRDE MICH UNHEIMLICH ÜBER KOMMENTARE ZU MEINEN POSTS FREUEN, DAMIT ICH FÜR DAS SCHREIBEN ZUKÜNFTIGER POSTS AUSREICHEND MOTIVIERT WERDE...
Nach einer ruhigen Silvesternacht, in der ich dank des heruntergekommenen Motels in einem Ort namens Ridgecrest ziemlich schlecht geschlafen habe, durfte ich am Neujahrstag einen umso schöneren Sonnenaufgang mit tollem Licht über den Bergen der Sierra Nevada erleben:
Von dort aus ging es dann mit dem Auto weiter, etwa 150km in Richtung Norden über einen Pass auf etwa 1500m Höhe und hinunter ins Death Valley - das Tal des Todes.
Das Wetter war jetzt nicht unbedingt das, was man sich so direkt unter der sengenden Hitze im Sommer, wo der Thermometer mal gerne über 50°C klettert, so vorstellt. Eher kühl und ziemlich bewölkt, aber zum Besuchen, ein doch sehr angenehmes Klima...
Und irgendwann auf dem Weg erreicht man dann den Punkt, hinter dem die nachfolgende Straße für eine ganze Weile unterhalb des Meeresspiegels liegen wird. Das Tal an und für sich ist mehr als 200km lang und bis zu 40km breit. Ich habe nur die südliche Hälfte des Parkes gesehen.
Seit 1933 ist das Death Valley National Monument und seit 1994 sogar Nationalpark, was ihn zum trockensten und flächenmäßig einem der größten Nationalpark des USA macht. Die Wüste gibt hier so einiges her. So zum Beispiel die Mesquite Sanddünen:
Interessante Farbspiele im Felsen am Zabriskie Point:
Oder am so genannten Dante's View eine faszinierende Aussicht auf den mit 3366m höchtsten Berg des Parks, den Telescope Peak:
Hier bietet sich auch insgesamt ein guter Ausblick auf en nördlichen und südlichen Teil des Tals, das man leider nicht auf ein Foto bekommt. Hier der nördliche Teil, auf dem man links unten sehr gut die unter dem Meeresspiegel liegendenden Teile sehen kann, da diese Gebiete meistens (aber nicht ausschließlich) ausgetrocknete Salzseen (im Bild hellbraun) sind:
Wieder zurück im Tal bin ich dann den Golden Canyon, einen der vielen schönen Seitencanyons hinaufgegangen und habe mich leicht an die Wanderung im Zion National Park während unseres Familienurlaubes 2002 erinnert gefühlt:
Ich gebe zu, das nächste Bild habe ich ein klein wenig bearbeitet, allerdings nur, damit die farblichen Kontraste der Felsen besser rauskommen...
Sonst würde das nächste Bild nämlich ziemlich komisch erscheinen, da es nur 50m weiter im Canyon und 3 Minuten später gemacht wurde:
Nach dem Golden Canyon stand eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit auf dem Plan: Der Artists Drive:
Er führt am östlichen Rand des Tals ein wenig auf und ab direkt unterhalb der Felsen entlang:
zu der Artists Palette. Ich brauche wohl nicht zu erklären, warum diese Felsen so heißen:
Dann gings in den großen Bereich der eingetrockneten Salzseen. Zuerst zu diesem unwirtlichen Teil,
der wegen seiner scharfkantigen, völlig zerfurchten und damit extrem unwirtlichen Ebene einfach nur als der Golfkurs des Teufels bezeichnet wird:
Es folgte im Bereich des Badwater Basin der tiefste Punkt der nordwestliche Hemisphäre. Der liegt exakt bei 85,95m unter dem Meeresspiegel.
Da es schon nach 15 Uhr nachmittags war und ich noch bei Tageslicht, das Südende des Tales erreichen wollte, bin ich die restlichen 80km durchgefahren, um am Ende noch ein paar Aufnahmen nach Westen und nach Norden zu machen:
Alles in allem ein sehr lohnenswerter Tag, an dem ich dann noch beschlossen hatte, die restlichen aknapp 500km zurück nach Los Angeles noch zu fahren, um als guter Schwabe die Übernachtungskosten in einem weiteren Motel einzusparen *grins.
Samstag, 2. Januar 2010
Bildermarathon aus den Kings Canyon & Sequoia National Parks
Ein frohes neues Jahr euch allen!
Ich bin gestern Abend wieder glücklich in Torrance angekommen. Wie mein letzter Post vermuten ließ, hatte ich mir für diese Woche einiges vorgenommen: 2 Tage San Francisco (wovon ich im letzten Post eben noch ein ein paar Bilder hinzugefügt habe falls ihr sie noch nicht gesehen habt), kurz bei meinem Großonkel in San Jose vorbeischauen, Klamotten-Shopping in den Gilroy Outlets und 3 Nationalparks auf dem Weg nach Los Angeles.
Insgesamt habe ich mit dem Auto 2400km in 6 Tagen quer durch Kalifornien zurückgelegt, wobei ich nur an 4 tatsächlich größere Wegstücke gefahren bin.
Am Donnerstag hab ich mich dann auf etwas über 2000m Höhe geschwungen und bin mitten in der Sierra Nevada zum Kings Canyon Nationalpark gefahren. Bekannt ist der Park vor allem für seine atemberaubende Aussicht auf die zentralkalifornische Ebene, die Berglandschaft mit tiefen Tälern und Schluchten und die übergroßen Mammutbäume.
Wie man leicht sehen kann, ist es beinahe unmöglich die meistens mehr als 80m hohen und bis zu 11m dicken Mammutbäume (damit sind sie nicht die weltweit größten) auf ein Bild zu packen. Zu sehen sind zwei etwas kleinere "Twin" Trees.
Leider ist die Luftqualität in den letzten Jahren immer schlechter geworden, weil das Zentraltal von mehreren Bergketten umgeben ist und die dreckige Luft aus der Gegend um San Francisco ständig umherbewegt wird, aber nirgendwohin entweichen kann. Daher ist auch an sonnigen und klaren Tagen im Winter fast immer ein dichter Dunstschleier zu sehen.
Ein Großteil des Parks bildet das Bergland der Sierra, das weitab von jeglicher Zivilisation oder befahrbaren Straßen liegt. Der namensgebende Kings Canyon ist im Winter leider nicht befahrbar, daher musste ich mich mit einem Bild von Weitem begnügen:
Und als ich so nichtsahnend und unschuldig auf dem Parkplatz stand, fangen die einzigen anderen Menschen neben mir fröhlich ihr Gespräch auf Deutsch an. Inzwischen bin ich es ja gewohnt, immer und überall in der Welt auf Deutsche zu stoßen, insbesondere die Autos mit Ludwigsburger Kennzeichen sieht man ja ständig auf den Urlauben in Europa. Doch, dass man kurz vor Neujahr mitten im amerikanischen Nirgendwo auf ein Pärchen aus Bietigheim stößt, das hätte ich nun wirklich nicht erwartet...
Doch nun zurück zu den Giant Sequoias (wie die Gebirgsart der Mammutbäume genannt wird) und ihren Dimensionen. Wie oben schon kurz erwähnt, sind die Sequoias höhenmäßig nicht die größten Bäume der Welt, wohl aber in Bezug auf Masse (Gewicht) und Göße (Höhe) zusammengenommen. Auf meinem Weg durch Kings Canyon und über die Passstraße in den Sequoia Nationalpark konnte ich 2 der 5 größten Bäume sehen. Den berühmten General Grant:
Und den General Sherman Tree:
Auf meinem Weg durch die beiden Parks hatte ich, wie auf den Bildern gut zu sehen ist, unheimliches Glück mit dem Wetter. Strahlend blauer Himmel und Temperaturen um 4-7 Grad sorgten für optimale Verhältnisse zum Fotografieren und, was wichtiger ist, zum Auto fahren. Normalerweise braucht man für den Generals Highway (bewegt sich zwischen 2000m und ca. 2350m über dem Meeresspiegel) um diese Jahreszeit Schneeketten. Ich bin völlig unbehelligt über die gesamte Strecke mit meinen Alljahresreifen gefahren und hatte nicht einmal das Problem, den Grip zu verlieren...
Auf diesen beiden Bildern ist ein Mammutbaum zu sehen, der - innen auf natürliche Weise ausgehöhlt - schon seit vor seiner Entdeckung vor mindestens 150 Jahren so im Wald herumliegt. Das Holz zerfällt sehr langsam und ist gegen die meisten Schädlinge und Pilze immun, so dass es noch eine ganze Weile dauern kann, bis der Baum mal anders aussieht als jetzt.
Hier nochmal eine tolle Aussicht, diesmal aus dem Sequoia Nationalpark, kurz bevor es für mich wieder hinab in die Ebene und warme Temperaturen ging.
Von weiter unten hat man nochmal einen schönen Blick auf die Berglandschaft, hier der so genannte Castle Rock. Ich denke hier hat man einen echt passenden Namen für diesen Gipfel gefunden...
Weiter ging es dann an Neujahr mit dem Death Valley National Park und hier einem hoffentlich schnell folgenden neuen Post...
Doch nun zurück zu den Giant Sequoias (wie die Gebirgsart der Mammutbäume genannt wird) und ihren Dimensionen. Wie oben schon kurz erwähnt, sind die Sequoias höhenmäßig nicht die größten Bäume der Welt, wohl aber in Bezug auf Masse (Gewicht) und Göße (Höhe) zusammengenommen. Auf meinem Weg durch Kings Canyon und über die Passstraße in den Sequoia Nationalpark konnte ich 2 der 5 größten Bäume sehen. Den berühmten General Grant:
Und den General Sherman Tree:
Auf meinem Weg durch die beiden Parks hatte ich, wie auf den Bildern gut zu sehen ist, unheimliches Glück mit dem Wetter. Strahlend blauer Himmel und Temperaturen um 4-7 Grad sorgten für optimale Verhältnisse zum Fotografieren und, was wichtiger ist, zum Auto fahren. Normalerweise braucht man für den Generals Highway (bewegt sich zwischen 2000m und ca. 2350m über dem Meeresspiegel) um diese Jahreszeit Schneeketten. Ich bin völlig unbehelligt über die gesamte Strecke mit meinen Alljahresreifen gefahren und hatte nicht einmal das Problem, den Grip zu verlieren...
Auf diesen beiden Bildern ist ein Mammutbaum zu sehen, der - innen auf natürliche Weise ausgehöhlt - schon seit vor seiner Entdeckung vor mindestens 150 Jahren so im Wald herumliegt. Das Holz zerfällt sehr langsam und ist gegen die meisten Schädlinge und Pilze immun, so dass es noch eine ganze Weile dauern kann, bis der Baum mal anders aussieht als jetzt.
Hier nochmal eine tolle Aussicht, diesmal aus dem Sequoia Nationalpark, kurz bevor es für mich wieder hinab in die Ebene und warme Temperaturen ging.
Von weiter unten hat man nochmal einen schönen Blick auf die Berglandschaft, hier der so genannte Castle Rock. Ich denke hier hat man einen echt passenden Namen für diesen Gipfel gefunden...
Weiter ging es dann an Neujahr mit dem Death Valley National Park und hier einem hoffentlich schnell folgenden neuen Post...
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