Dienstag, 5. Januar 2010

Death Valley

20.1.10: Update: Jetzt sind endlich alle Texte dazugekommen...

5.1.10: Aktuell befinde ich mich auf dem Flughafen in Long Beach, um nach 2 1/2 Wochen hier in Kalifornien wieder den Heimweg anzutreten.

Ach noch was, bevor ich mit dem Bericht weitermache: ICH WÜRDE MICH UNHEIMLICH ÜBER KOMMENTARE ZU MEINEN POSTS FREUEN, DAMIT ICH FÜR DAS SCHREIBEN ZUKÜNFTIGER POSTS AUSREICHEND MOTIVIERT WERDE...



Nach einer ruhigen Silvesternacht, in der ich dank des heruntergekommenen Motels in einem Ort namens Ridgecrest ziemlich schlecht geschlafen habe, durfte ich am Neujahrstag einen umso schöneren Sonnenaufgang mit tollem Licht über den Bergen der Sierra Nevada erleben:



Von dort aus ging es dann mit dem Auto weiter, etwa 150km in Richtung Norden über einen Pass auf etwa 1500m Höhe und hinunter ins Death Valley - das Tal des Todes.



Das Wetter war jetzt nicht unbedingt das, was man sich so direkt unter der sengenden Hitze im Sommer, wo der Thermometer mal gerne über 50°C klettert, so vorstellt. Eher kühl und ziemlich bewölkt, aber zum Besuchen, ein doch sehr angenehmes Klima...



Und irgendwann auf dem Weg erreicht man dann den Punkt, hinter dem die nachfolgende Straße für eine ganze Weile unterhalb des Meeresspiegels liegen wird. Das Tal an und für sich ist mehr als 200km lang und bis zu 40km breit. Ich habe nur die südliche Hälfte des Parkes gesehen.



Seit 1933 ist das Death Valley National Monument und seit 1994 sogar Nationalpark, was ihn zum trockensten und flächenmäßig einem der größten Nationalpark des USA macht. Die Wüste gibt hier so einiges her. So zum Beispiel die Mesquite Sanddünen:






Interessante Farbspiele im Felsen am Zabriskie Point:



Oder am so genannten Dante's View eine faszinierende Aussicht auf den mit 3366m höchtsten Berg des Parks, den Telescope Peak:



Hier bietet sich auch insgesamt ein guter Ausblick auf en nördlichen und südlichen Teil des Tals, das man leider nicht auf ein Foto bekommt. Hier der nördliche Teil, auf dem man links unten sehr gut die unter dem Meeresspiegel liegendenden Teile sehen kann, da diese Gebiete meistens (aber nicht ausschließlich) ausgetrocknete Salzseen (im Bild hellbraun) sind:



Wieder zurück im Tal bin ich dann den Golden Canyon, einen der vielen schönen Seitencanyons hinaufgegangen und habe mich leicht an die Wanderung im Zion National Park während unseres Familienurlaubes 2002 erinnert gefühlt:



Ich gebe zu, das nächste Bild habe ich ein klein wenig bearbeitet, allerdings nur, damit die farblichen Kontraste der Felsen besser rauskommen...



Sonst würde das nächste Bild nämlich ziemlich komisch erscheinen, da es nur 50m weiter im Canyon und 3 Minuten später gemacht wurde:



Nach dem Golden Canyon stand eine weitere bekannte Sehenswürdigkeit auf dem Plan: Der Artists Drive:



Er führt am östlichen Rand des Tals ein wenig auf und ab direkt unterhalb der Felsen entlang:



zu der Artists Palette. Ich brauche wohl nicht zu erklären, warum diese Felsen so heißen:



Dann gings in den großen Bereich der eingetrockneten Salzseen. Zuerst zu diesem unwirtlichen Teil,



der wegen seiner scharfkantigen, völlig zerfurchten und damit extrem unwirtlichen Ebene einfach nur als der Golfkurs des Teufels bezeichnet wird:



Es folgte im Bereich des Badwater Basin der tiefste Punkt der nordwestliche Hemisphäre. Der liegt exakt bei 85,95m unter dem Meeresspiegel.



Da es schon nach 15 Uhr nachmittags war und ich noch bei Tageslicht, das Südende des Tales erreichen wollte, bin ich die restlichen 80km durchgefahren, um am Ende noch ein paar Aufnahmen nach Westen und nach Norden zu machen:





Alles in allem ein sehr lohnenswerter Tag, an dem ich dann noch beschlossen hatte, die restlichen aknapp 500km zurück nach Los Angeles noch zu fahren, um als guter Schwabe die Übernachtungskosten in einem weiteren Motel einzusparen *grins.

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