Samstag, 2. Januar 2010

Bildermarathon aus den Kings Canyon & Sequoia National Parks

Ein frohes neues Jahr euch allen!

Ich bin gestern Abend wieder glücklich in Torrance angekommen. Wie mein letzter Post vermuten ließ, hatte ich mir für diese Woche einiges vorgenommen: 2 Tage San Francisco (wovon ich im letzten Post eben noch ein ein paar Bilder hinzugefügt habe falls ihr sie noch nicht gesehen habt), kurz bei meinem Großonkel in San Jose vorbeischauen, Klamotten-Shopping in den Gilroy Outlets und 3 Nationalparks auf dem Weg nach Los Angeles.
Insgesamt habe ich mit dem Auto 2400km in 6 Tagen quer durch Kalifornien zurückgelegt, wobei ich nur an 4 tatsächlich größere Wegstücke gefahren bin.

Am Donnerstag hab ich mich dann auf etwas über 2000m Höhe geschwungen und bin mitten in der Sierra Nevada zum Kings Canyon Nationalpark gefahren. Bekannt ist der Park vor allem für seine atemberaubende Aussicht auf die zentralkalifornische Ebene, die Berglandschaft mit tiefen Tälern und Schluchten und die übergroßen Mammutbäume.


 



Wie man leicht sehen kann, ist es beinahe unmöglich die meistens mehr als 80m hohen und bis zu 11m dicken Mammutbäume (damit sind sie nicht die weltweit größten) auf ein Bild zu packen. Zu sehen sind zwei etwas kleinere "Twin" Trees.

 

Leider ist die Luftqualität in den letzten Jahren immer schlechter geworden, weil das Zentraltal  von mehreren Bergketten umgeben ist und die dreckige Luft aus der Gegend um San Francisco ständig umherbewegt wird, aber nirgendwohin entweichen kann. Daher ist auch an sonnigen und klaren Tagen im Winter fast immer ein dichter Dunstschleier zu sehen.

Ein Großteil des Parks bildet das Bergland der Sierra, das weitab von jeglicher Zivilisation oder befahrbaren Straßen liegt. Der namensgebende Kings Canyon ist im Winter leider nicht befahrbar, daher musste ich mich mit einem Bild von Weitem begnügen:



Und als ich so nichtsahnend und unschuldig auf dem Parkplatz stand, fangen die einzigen anderen Menschen neben mir fröhlich ihr Gespräch auf Deutsch an. Inzwischen bin ich es ja gewohnt, immer und überall in der Welt auf Deutsche zu stoßen, insbesondere die Autos mit Ludwigsburger Kennzeichen sieht man ja ständig auf den Urlauben in Europa. Doch, dass man kurz vor Neujahr mitten im amerikanischen Nirgendwo auf ein Pärchen aus Bietigheim stößt, das hätte ich nun wirklich nicht erwartet...



Doch nun zurück zu den Giant Sequoias (wie die Gebirgsart der Mammutbäume genannt wird) und ihren Dimensionen. Wie oben schon kurz erwähnt, sind die Sequoias höhenmäßig nicht die größten Bäume der Welt, wohl aber in Bezug auf Masse (Gewicht) und Göße (Höhe) zusammengenommen. Auf meinem Weg durch Kings Canyon und über die Passstraße in den Sequoia Nationalpark konnte ich 2 der 5 größten Bäume sehen. Den berühmten General Grant:





Und den General Sherman Tree:



 

Auf meinem Weg durch die beiden Parks hatte ich, wie auf den Bildern gut zu sehen ist, unheimliches Glück mit dem Wetter. Strahlend blauer Himmel und Temperaturen um 4-7 Grad sorgten für optimale Verhältnisse zum Fotografieren und, was wichtiger ist, zum Auto fahren. Normalerweise braucht man für den Generals Highway (bewegt sich zwischen 2000m und ca. 2350m über dem Meeresspiegel) um diese Jahreszeit Schneeketten. Ich bin völlig unbehelligt über die gesamte Strecke mit meinen Alljahresreifen gefahren und hatte nicht einmal das Problem, den Grip zu verlieren...



Auf diesen beiden Bildern ist ein Mammutbaum zu sehen, der - innen auf natürliche Weise ausgehöhlt - schon seit vor seiner Entdeckung vor mindestens 150 Jahren so im Wald herumliegt. Das Holz zerfällt sehr langsam und ist gegen die meisten Schädlinge und Pilze immun, so dass es noch eine ganze Weile dauern kann, bis der Baum mal anders aussieht als jetzt.

 

Hier nochmal eine tolle Aussicht, diesmal aus dem Sequoia Nationalpark, kurz bevor es für mich wieder hinab in die Ebene und warme Temperaturen ging.





Von weiter unten hat man nochmal einen schönen Blick auf die Berglandschaft, hier der so genannte Castle Rock. Ich denke hier hat man einen echt passenden Namen für diesen Gipfel gefunden...



Weiter ging es dann an Neujahr mit dem Death Valley National Park und hier einem hoffentlich schnell folgenden neuen Post...

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